Strömungsrettung

Fachkräfte im Bereich Besondere Rettung und Ortung sind vor allem die Strömungsretter.

Ein Strömungsretter (SR), ist ein speziell ausgebildeter und ausgerüsteter Rettungsschwimmer, der zur Wildwasserrettung und in Hochwassereinsätzen eingesetzt wird. Er kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein Rettungseinsatz für einen normal ausgebildeten Rettungsschwimmer oder einen motorunterstützen Bootseinsatz zu gefährlich wird, oder die schon sehr komplexe Ausbildung wie die der Rettungsschwimmer für die Begebenheit nicht mehr ausreicht. Dies ist meistens bei Notfällen in stark strömendem Gewässer, Wildwasser und Hochwasser der Fall. Strömungsretter werden im Gegensatz zu Rettungsschwimmern immer im Team eingesetzt. Zum Eigenschutz besitzen sie eine spezielle Ausrüstung, die sie vor Kälte und Verletzungen schützen soll.

Die Ausrüstung eines Strömungsretters ist sehr umfangreich. Außer der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) sind die Ausrüstungsgegenstände jeweils in Abhängigkeit vom Auftrag unterschiedlich.

Die PSA besteht aus einem Neoprenanzug, einem Helm mit Strömungsschlitzen, einer Wildwasserweste, festem Neoprenschuhwerk, Erste-Hilfe-Material, Klappmesser und Handschuhen zur Seilführung. In Nachteinsätzen werden die Strömungsretter zusätzlich mit Knicklichtern und Blitzleuchten ausgerüstet.

Die Strömungsretter verfügen im Vergleich zu Rettungsschwimmern über erweiterte Kenntnisse in der Patientenversorgung. Oft muss ein Strömungsretter improvisieren und hat nur begrenzte Möglichkeiten Patienten in einem Hochwassergebiet oder einer Notfallsituation in stark strömendem Gewässer zu versorgen. Hier wird das gesamte Können und das Wissen der vorhergehenden Wasserretterausbildung abverlangt.

Zur Zeit verfügt der DLRG Landesverband Saar über fast 100 ausgebildete Strömungsretter. Diese müssen sich in jährlichen Unterweisungen immer auf dem aktuellen Stand der Technik halten um immer einsatzbereit zu sein.

Referent
Carsten Michels