21.05.2018 Montag Jugendzeltlager "Hand in Hand" 2018

Am Mittersheimer Weiher trafen sich die DLRG, das DRK, das THW und die Protection Civile

Das verlängerte Wochenende vom 10. bis 13. Mai 2018 stand ganz im Zeichen der ehrenamtlichen Hilfsorganisationen DLRG, DRK, THW und der französischen Protection Civile.

90 Kinder und Jugendliche richteten mit Hilfe der 30 Betreuer ihr Lager am Mittersheimer Weiher, etwa 60 km von Saarbrücken, in Frankreich ein.

Im Nieselregen wurden die Mannschaftszelte, das Verpflegungszelt mit der Feldküche des THW und die Einsatzzentrale eingerichtet. Pünktlich mit Einschlagen des letzten Zeltnagels kam die Sonne heraus und das Lagerleben konnte beginnen.

Das Umfeld des Lagers wurde erkundet und nach einem reichhaltigen Abendessen fanden sich die Teilnehmer am Lagerfeuer ein.

Der Freitag begann mit Sonnenschein und guter Laune.

Die Teilnehmer konnten sich im Vorfeld für verschiedene Workshops entscheiden, die die einzelnen Organisationen anboten:

Bei der DLRG gab es eine Einführung in die Handhabung der Rettungsgeräte und einen Schnupperkurs zur Strömungsrettung am und im See.

Im Camp lernten die Jugendlichen den Umgang und das Erstellen von Kartenmaterial sowie das Funken. Hier galt es anschließend in einer praktischen Übung im Team Mister X zu finden, der sich auf dem Areal des Campingplatzes versteckt hielt.

Im Aufenthaltszelt wurden im Rahmen eines RUND-Workshops alle Arten von Wunden und Verletzungen geschminkt.

Das THW erklärte den Einsatz von Steckleitern und den Bau einer Brücke sowie die Funktion von Pumpen und Schläuchen.

Beim DRK lernten die Teilnehmer, wie man Patienten mit einer Trage auch über längere Strecken schonend transportiert.

Die Protection Civile stellte einen Rettungswagen zur Verfügung und erläuterte die Ausrüstung und die Funktionen.

Verständigungsprobleme gab es keine, da sich in jeder Gruppe jemand fand, der in die eine oder andere Richtung übersetzen konnte.

Für den Freitagabend hatte sich hoher Besuch im Camp angekündigt. Der Bürgermeister von Mittersheim, ein paar seiner Ratsmitglieder und sogar ein Abgeordneter aus Paris konnten sich bei einer Schau-Übung, an der alle Organisationen beteiligt waren, von der Zusammenarbeit – eben „Hand in Hand“ – ein Bild machen:

Eine Person wurde von einem Rettungsschwimmer an Bord des DLRG-Bootes und an Land gebracht. Dort übernahm das THW den Transport der verunfallten Person auf einer Schleifkorbtrage in Richtung Rettungswagen der Protection Civile. Bevor die Person jedoch in den Rettungswagen gebracht werden konnte, musste sie erst vom DRK auf die Trage umgebettet werden.

Nach der Übung wurde das Lager besichtigt und der Bürgermeister lud die Organisatoren zu einem kleinen Empfang ins Centre Nature, Sport et Famille.

Es folgten kurze Ansprachen der Ratsmitglieder, die alle sehr angetan waren von der Jugendarbeit der beteiligten deutschen Hilfsorganisationen. „Es ist toll zu sehen, wie sich die Jugendlichen für die ehrenamtliche Arbeit engagieren“ waren sich alle einig.

Am Samstag wurden die unterschiedlichsten Spiele angeboten. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Teilnehmer z.B. ihre Fertigkeiten im Kanu-Fahren oder Bootsbau unter Beweis stellen.

Beim Bootsbau wurden in Teams schwimmfähige Gebilde aus Pappkartons konstruiert und mit Folie umwickelt. Die 10 Konstruktionsteams stellten am Abend die Kreationen vor. In fünf Läufen traten je zwei Teams gegeneinander an. Unter den wachsamen Augen der DLRG wurde eine kleine Strecke auf dem Wasser zurückgelegt. Wer unterging, wurde herausgefischt. Im Finale traten alle „überlebenden“ Gewinner der Läufe gegeneinander an. Es wurde gepaddelt bis zum Untergang. Der „Burning Kuckuck“ und das „Niveau“ lieferten sich hier ein spannendes Rennen, das schließlich „Burning Kuckuck“ für sich entschied – das „Niveau“ sank. Dieses Rennen ließ sich auch der Bürgermeister von Mittersheim nicht entgehen.

Nach Einbruch der Dunkelheit gab es noch eine Nachtwanderung für die Unermüdlichen, bevor die Nachtwache das Lagerfeuer übernahm.

Der Sonntagmorgen zeigte sich wieder regnerisch. Trotzdem gab es ein üppiges Frühstück, um die Teilnehmer für den Abbau des Lagers zu stärken.

Gegen 13 Uhr war alles verpackt und es ging nach Hause.

Vielen Dank an Karsten Pieler für die wirklich aufwendige Organisation, und alle Helfer, die die Teilnehmer bekocht, bespaßt, betreut, versorgt haben.

„Wir haben unsere Handys gar nicht vermisst“ stellten die Jugendlichen nach den 4 Tagen Handy-Abstinenz im Zeltlager fest, „wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei.“

 

Von: Kathrin Angnes

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