19.06.2017 Montag Dramatische Rettung am Bostalsee

Die Rettungsschwimmer der DLRG behalten den Überblick,...

...auch wenn wie hier am Bostalsee die Bäder bei diesem Wetter aus allen Nähten platzen.

Rettungsschwimmer der DLRG retten jugendlichen Schwimmer vor dem Ertrinken

Traumhaftes Badewetter, die Temperaturen klettern über die 30-Grad-Marke. Alle suchen Abkühlung und Erfrischung im Freibad, so auch in den Strandbädern am Bostalsee. Dort sind an den Wochenenden die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf ihrem Posten, während der Sommerferien sogar täglich. Denen hat ein 17-jähriger Schwimmer seit dem vergangenen Sonntag die sprichwörtliche Rettung in letzter Sekunde zu verdanken.

Auf dem Weg vom Strand zur Badeinsel am Rand der Badezone muss der Jugendliche feststellen, dass ihn völlig überraschend seine Kräfte verlassen. Er droht, zu ertrinken, winkt um Hilfe.

Die Rettungsschwimmer auf dem Wachturm am Strand bemerken den Hilferuf gleichzeitig mit der Besatzung des DLRG-Rettungsbootes, das am Rand der Badezone patrouilliert. Sofort macht sich vom Strand aus ein Rettungsschwimmer mit dem Rettungsbrett auf den Weg, bahnt sich von dort aus den Weg durch die Badenden. Gleichzeitig startet ein Rettungsschwimmer vom Rettungsboot aus und schwimmt zu dem schon völlig entkräfteten Jugendlichen.

Dieser ist zuerst vor Ort um zu helfen, doch der Jugendliche gerät in Panik, umklammert seinen Retter und bringt ihn damit ebenfalls in Gefahr. Dank der Befreiungsgriffe, die Bestandteil jeder Ausbildung zum Rettungsschwimmer sind, kann sich der junge Rettungsschwimmer jedoch aus der Umklammerung lösen. Gemeinsam gelingt es den beiden Rettungsschwimmern schon nach kurzer Zeit, den jungen Mann zunächst ins flachere Wasser zu bringen, um schnellstmöglich seine Vitalfunktionen zu überprüfen, und bei Bedarf erste lebensrettende Maßnahmen durchzuführen.

Die Retter bringen den inzwischen nahezu bewusstlosen Schwimmer dann in den Behandlungsraum im Wachturm. Er leidet unter akuter Atemnot, hat Wasser eingeatmet. Den Einsatzkräften der DLRG, zu denen an diesem Wochenende auch ein Arzt gehört, gelingt es durch Sauerstoffgabe und die Gabe einer Infusion seinen Zustand zu stabilisieren, so dass der Jugendliche dem eintreffenden Notarzt übergeben werden kann. Er wird in eine Klinik eingeliefert.

DLRG-Wachführer Dr. Stefan Linsler ist mit dem Ablauf der Rettung zufrieden. „Angesichts der vielen Badenden bei diesem Wetter ist es nicht immer einfach, eine solche Situation schnell und sicher richtig einzuschätzen. Unsere Mannschaft hat Überblick bewiesen und schnell und richtig reagiert.“ Schwimmern in einer ähnlichen Situation rät er: „Wenn man sich nicht sicher ist, ob man noch das rettende Ufer, eine Badeinsel oder etwas anderes erreicht, womit man sich über Wasser halten kann, sollte man sich frühzeitig bemerkbar machen. Das ist keine Schande und wir helfen gerne!“.

Kategorie(n)
Einsatz

Von: Oliver Zangerle

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